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Was ist eine Insolvenzrecht Weiterbildung?
Fakten und Infos zu Insolvenzrecht Weiterbildungen
Das Insolvenzrecht regelt die geordnete Abwicklung oder Sanierung zahlungsunfähiger Unternehmen. Eine Weiterbildung vermittelt die Verfahrensabläufe, Rechte und Pflichten der Beteiligten sowie Sanierungsinstrumente wie das Schutzschirmverfahren und die Eigenverwaltung.
Kursinhalte umfassen Insolvenzgründe (Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung), Regelinsolvenzverfahren, Verbraucherinsolvenz, Insolvenzplanverfahren und die Rolle des Insolvenzverwalters. Auch Anfechtungsrecht und Gläubigerrechte werden praxisnah behandelt.
Insolvenzrechtliches Wissen ist unverzichtbar für Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Geschäftsführer. Angesichts konjunktureller Schwankungen und der steigenden Zahl von Unternehmensinsolvenzen wächst der Bedarf an qualifizierten Fachkräften.
Insolvenzrechtliche Weiterbildungen werden meist als berufsbegleitende Zertifikatslehrgänge (3 bis 9 Monate) oder als kompakte Intensiv-Seminare (3 bis 10 Tage) angeboten. Präsenz-, Online- und Hybrid-Formate sind gleichermaßen verbreitet. Typische Abschlüsse sind trägerinterne Zertifikate, Fachanwaltslehrgänge Insolvenzrecht nach FAO oder Zusatzqualifikationen wie Zertifizierter Sanierungsberater. Da AZAV-zertifizierte Angebote über den Bildungsgutschein bis zu 100 Prozent förderbar sind, nutzen auch arbeitssuchende Juristen und Kaufleute die Qualifikation gezielt für den Wiedereinstieg in anspruchsvolle Positionen bei Kanzleien, Steuerberatungen oder Restrukturierungsgesellschaften.
Praxisrelevanz steigt stark: 2023/24 lagen die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland wieder deutlich über dem Niveau von 2019, mit zweistelligen Zuwachsraten. Das StaRUG (Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz) seit 1.1.2021 hat vorinsolvenzliche Sanierungsverfahren etabliert und den Beratungsbedarf deutlich erweitert. Typische Karrierewege führen vom Insolvenzsachbearbeiter in Kanzleien (40.000–60.000 €) über den selbstständigen Sanierungsberater (Tagessätze 1.000–2.000 Euro) bis zum bestellten Insolvenzverwalter (Vergütung nach InsVV, häufig sechsstellig je Großverfahren). Kombiniert mit BWL- oder Restrukturierungs-Know-how eröffnen sich Positionen bei Turnaround-Beratungen wie Alvarez & Marsal, Roland Berger oder McKinsey Restructuring.
Gehaltsspanne: 40.000 € bis 85.000 € (Durchschnitt: 58.000 €).
Berufsaussichten: gut – Die Nachfrage nach Insolvenzrecht-Expertise steigt mit der Zahl der Unternehmensinsolvenzen. Fachkräfte für Sanierung und Restrukturierung sind besonders gefragt.
Voraussetzungen: Juristische oder kaufmännische Grundkenntnisse, Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen, Analytische Fähigkeiten, Belastbarkeit und Verhandlungsgeschick.
Abschlüsse: Trägerinternes Zertifikat.
Du bist arbeitslos, von Arbeitslosigkeit bedroht oder in Kurzarbeit?
Mit einem Bildungsgutschein ist diese Insolvenzrecht Weiterbildung für Dich komplett kostenlos. Wir finden passende AZAV-zertifizierte Anbieter, die Dir auch bei der Beantragung helfen.
Fakten zu Insolvenzrecht
Orientierungswerte und Infos auf Basis verschiedener Kursangebote
Gehaltsspanne
Typische Voraussetzungen
- Juristische oder kaufmännische Grundkenntnisse
- Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen
- Analytische Fähigkeiten
- Belastbarkeit und Verhandlungsgeschick
Jobaussichten
Die Nachfrage nach Insolvenzrecht-Expertise steigt mit der Zahl der Unternehmensinsolvenzen. Fachkräfte für Sanierung und Restrukturierung sind besonders gefragt.
Die konkreten Inhalte und Abschlüsse variieren je nach Bildungsanbieter und Kursdauer. Fordere kostenlos Vergleichsangebote an, um die genauen Lehrpläne zu erhalten.
Typische Inhalte einer Insolvenzrecht Weiterbildung
Diese Themen und Merkmale erwarten dich in den meisten Kursen
Grundlagen des Insolvenzrechts
- Insolvenzordnung (InsO) im Überblick
- Insolvenzgründe: Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung (§ 17, § 19 InsO)
- Drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 InsO)
- Insolvenzantragspflicht nach § 15a InsO und Fristen
Insolvenzverfahren
- Regelinsolvenzverfahren und Eröffnungsbeschluss
- Verbraucherinsolvenz und Restschuldbefreiung (§§ 286 ff. InsO)
- Eröffnungsverfahren und vorläufige Insolvenzverwaltung
- Gläubigerversammlung und Gläubigerausschuss
Sanierung & Restrukturierung
- Eigenverwaltung nach §§ 270 ff. InsO
- Schutzschirmverfahren (§ 270d InsO)
- Insolvenzplanverfahren und Planüberwachung
- StaRUG-Restrukturierungsrahmen und Stabilisierungsanordnung
Insolvenzanfechtung
- Anfechtungsgründe nach §§ 129 ff. InsO
- Vorsatzanfechtung (§ 133 InsO) und Bargeschäftsprivileg
- Anfechtungsfristen und Rechtsfolgen
- Gesellschafterdarlehen und Nachrang (§ 39 InsO)
Rolle der Beteiligten
- Aufgaben und Vergütung des Insolvenzverwalters
- Rechte und Pflichten der Gläubiger (Forderungsanmeldung)
- Arbeitnehmerrechte in der Insolvenz und Insolvenzgeld
- Sozialplan und Betriebsänderung in der Insolvenz
Praxisfälle & Haftung
- Geschäftsführerhaftung bei Insolvenzverschleppung (§ 823 BGB)
- Steuerliche Aspekte der Insolvenz (Masseverbindlichkeiten)
- Betriebsfortführung und übertragende Sanierung
- Aktuelle BGH-Rechtsprechung zur Insolvenzanfechtung
Typische Abschlüsse
Typische Zielgruppe
Diese Weiterbildung richtet sich an Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Geschäftsführer, sowie Arbeitssuchende, die sich im Bereich Sanierung und Restrukturierung qualifizieren möchten.
Die konkreten Inhalte und Abschlüsse variieren je nach Bildungsanbieter und Kursdauer. Fordere kostenlos Vergleichsangebote an, um die genauen Lehrpläne zu erhalten.
Passende Berufe
Berufe, die du mit einer Weiterbildung im Bereich Insolvenzrecht erreichen kannst
Insolvenzsachbearbeiter:in
Bearbeitet Verbraucher- und Unternehmensinsolvenzen in Kanzleien oder bei Insolvenzverwaltern: Tabellen, Forderungsprüfung, Gläubigerkommunikation.
Mediator:in
Vermittelt in Konflikten: Wirtschafts-, Familien- oder Nachbarschaftsmediation – allparteilich, freiwillig, lösungsfokussiert.
Notarfachangestellte:r
Unterstützt Notar:innen bei Beurkundungen: Immobilienkauf, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, Vorsorgevollmachten.
Rechtsanwaltsfachangestellte:r
Unterstützt Anwält:innen bei Mandatsbearbeitung, Fristen, Kostenrecht und Schriftsätzen – der klassische Einstieg in die Rechtsbranche.
Rechtsfachwirt:in
Höhere kaufmännische und juristische Sachbearbeitung in Kanzleien: Zwangsvollstreckung, Kostenrecht, Kanzleimanagement, Personalführung.
Steuerfachangestellte:r
Unterstützt Steuerberater:innen in Kanzlei und Unternehmen: Lohnbuchhaltung, Finanzbuchhaltung, Steuererklärungen, Mandantenbetreuung.
Fuer wen ist eine Insolvenzrecht Weiterbildung geeignet?
6 Berufsgruppen, die von dieser Weiterbildung profitieren
Datenschutzbeauftragte:r
Datenschutzbeauftragte überwachen die DSGVO-Konformität und beraten Unternehmen zu datenschutzrechtlichen Fragestellungen.
DSGVO-Zertifizierungen von TÜV oder DEKRA qualifizieren als betrieblicher oder externer Datenschutzbeauftragter. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich.
Compliance Manager/Officer
Compliance Manager stellen sicher, dass Unternehmen alle gesetzlichen Vorschriften einhalten und implementieren Kontrollsysteme.
Wirtschaftsrecht- und Compliance-Weiterbildungen qualifizieren für eine der gefragtesten Positionen in Großunternehmen mit Gehältern ab 60.000 EUR.
Steuerfachkraft
Steuerfachkräfte arbeiten in Kanzleien und Unternehmen und benötigen vertiefte Kenntnisse in Steuerrecht, Bilanzierung und DATEV.
Die Weiterbildung zum Steuerfachwirt (IHK) oder die Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung eröffnen attraktive Aufstiegsmöglichkeiten.
Fachberater:in
Fachberater im Rechts- und Steuerbereich unterstützen Unternehmen und Mandanten bei komplexen rechtlichen und steuerlichen Fragestellungen.
Spezialisierungen in DSGVO, Arbeitsrecht oder internationalem Steuerrecht qualifizieren für beratende Positionen in Kanzleien und Unternehmen.
Fachreferent:in
Fachreferenten in Rechtsabteilungen bearbeiten eigenverantwortlich rechtliche Fragestellungen und bereiten Entscheidungsvorlagen vor.
Weiterbildungen in Vertragsrecht, Wirtschaftsrecht oder Insolvenzrecht qualifizieren für anspruchsvolle Referentenpositionen in Unternehmen.
Rechtsanwaltsfachangestellte
Rechtsanwaltsfachangestellte organisieren den Kanzleialltag und unterstützen Anwälte bei der Mandatsbearbeitung.
Aufstiegsfortbildungen zum Rechtsfachwirt oder Spezialisierungen in Legal Tech und Kanzleimanagement erweitern die Karrieremöglichkeiten.
Datenschutzbeauftragte:r
Datenschutzbeauftragte überwachen die DSGVO-Konformität und beraten Unternehmen zu datenschutzrechtlichen Fragestellungen.
DSGVO-Zertifizierungen von TÜV oder DEKRA qualifizieren als betrieblicher oder externer Datenschutzbeauftragter. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich.
Compliance Manager/Officer
Compliance Manager stellen sicher, dass Unternehmen alle gesetzlichen Vorschriften einhalten und implementieren Kontrollsysteme.
Wirtschaftsrecht- und Compliance-Weiterbildungen qualifizieren für eine der gefragtesten Positionen in Großunternehmen mit Gehältern ab 60.000 EUR.
Steuerfachkraft
Steuerfachkräfte arbeiten in Kanzleien und Unternehmen und benötigen vertiefte Kenntnisse in Steuerrecht, Bilanzierung und DATEV.
Die Weiterbildung zum Steuerfachwirt (IHK) oder die Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung eröffnen attraktive Aufstiegsmöglichkeiten.
Fachberater:in
Fachberater im Rechts- und Steuerbereich unterstützen Unternehmen und Mandanten bei komplexen rechtlichen und steuerlichen Fragestellungen.
Spezialisierungen in DSGVO, Arbeitsrecht oder internationalem Steuerrecht qualifizieren für beratende Positionen in Kanzleien und Unternehmen.
Häufig gestellte Fragen zu Insolvenzrecht
Wichtige Informationen zu dieser Weiterbildung
Eine Insolvenz ist das gerichtliche Verfahren bei Zahlungsunfähigkeit. Eine Sanierung kann innerhalb oder außerhalb des Insolvenzverfahrens stattfinden und zielt darauf ab, das Unternehmen zu erhalten. Instrumente wie Eigenverwaltung und Schutzschirmverfahren kombinieren beides.
💡 Tipp: Mache dich mit dem StaRUG-Restrukturierungsrahmen vertraut – er bietet Sanierungsmöglichkeiten außerhalb der Insolvenz und wird in der Praxis immer wichtiger.
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