Was ist eine Behandlungspflege Weiterbildung?

Fakten und Infos zu Behandlungspflege Weiterbildungen

Die Behandlungspflege-Qualifikation befähigt Teilnehmer, ärztlich verordnete medizinische Pflegemaßnahmen eigenständig und fachgerecht durchzuführen. Von der Medikamentengabe über Injektionen bis zur Wundversorgung werden vermittelt die Kompetenzen, die in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen dringend gebraucht werden.

Die Weiterbildung gliedert sich in LG1 (Blutdruckmessung, Blutzuckerkontrolle, Medikamentengabe, Kompressionsstrümpfe, Wundversorgung) und LG2 (subcutane Injektionen, Katheterpflege, Stomapflege, Dekubitusversorgung, Infusionen). Beide Module vermitteln Hygienegrundlagen, Dokumentationspflichten und Notfallmanagement.

Die Qualifikation macht Teilnehmer auf dem Arbeitsmarkt besonders wertvoll: Ambulante Pflegedienste können Behandlungspflegemaßnahmen mit den Krankenkassen abrechnen. So steigt das Gehalt und es erschließen sich neue Einsatzmöglichkeiten. AZAV-zertifizierte Kurse werden über den Bildungsgutschein bis zu 100 % gefördert.

Gehaltsspanne: 28.000 € bis 40.000 € (Durchschnitt: 33.000 €).

Berufsaussichten: sehr gut – Pflegekräfte mit Behandlungspflege-Qualifikation sind besonders bei ambulanten Pflegediensten extrem gefragt, da sie abrechnungsrelevante Leistungen eigenständig erbringen können.

Voraussetzungen: Basisqualifikation in der Pflege oder einschlägige Berufserfahrung, Sorgfalt und ausgeprägtes Hygienebewusstsein, Verantwortungsbewusstsein bei medizinischen Maßnahmen, Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau B2.

Abschlüsse: Trägerinternes Zertifikat.

Du bist arbeitslos, von Arbeitslosigkeit bedroht oder in Kurzarbeit?

Mit einem Bildungsgutschein ist diese Behandlungspflege Weiterbildung für Dich komplett kostenlos. Wir finden passende AZAV-zertifizierte Anbieter, die Dir auch bei der Beantragung helfen.

Fakten zu Behandlungspflege

Orientierungswerte und Infos auf Basis verschiedener Kursangebote

Gehaltsspanne

Einstieg28.000 €
Erfahren40.000 €
Durchschnitt33.000 €

Typische Voraussetzungen

PC/IT-Kenntnisse
Vorerfahrung
Deutsch
Englisch
Ausbildung
Erfahrung
Fachwissen
  • Basisqualifikation in der Pflege oder einschlägige Berufserfahrung
  • Sorgfalt und ausgeprägtes Hygienebewusstsein
  • Verantwortungsbewusstsein bei medizinischen Maßnahmen
  • Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau B2

Jobaussichten

Bewertung:sehr gut

Pflegekräfte mit Behandlungspflege-Qualifikation sind besonders bei ambulanten Pflegediensten extrem gefragt, da sie abrechnungsrelevante Leistungen eigenständig erbringen können.

Die konkreten Inhalte und Abschlüsse variieren je nach Bildungsanbieter und Kursdauer. Fordere kostenlos Vergleichsangebote an, um die genauen Lehrpläne zu erhalten.

Typische Inhalte einer Behandlungspflege Weiterbildung

Diese Themen und Merkmale erwarten dich in den meisten Kursen

01

Rechtliche Grundlagen und Delegation

  • Rechtliche Grundlagen der Behandlungspflege nach §132a SGB V
  • Delegation, Verantwortung und Grenzen der Tätigkeit
  • Haftungsrecht und Dokumentationspflichten
  • Qualifikationsanforderungen für Leistungsgruppe 1 und 2
02

Vitalzeichen und Diagnostik

  • Anatomie und Physiologie des Herzkreislaufsystems
  • Blutdruckmessung und Vitalzeichenkontrolle
  • Blutzuckermessung bei Diabetes mellitus Typ 1 und 2
  • Flüssigkeitsbilanzierung korrekt durchführen
03

Medikamentengabe und Injektionstechnik

  • Einführung in die Pharmakologie und Arzneimitteltherapie
  • Medikamentenvorbereitung und sichere Medikamentengabe
  • Subkutane Injektionstechnik erlernen und anwenden
  • Verabreichung von Augentropfen und -salben
04

Wundversorgung und Kompressionstherapie

  • Versorgung von Dekubiti bis Grad 2 und Verbandswechsel
  • An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen
  • Thrombose- und Kompressionstherapie durchführen
  • Medizinische Einreibungen und Kältetherapie
05

Enterale Versorgung und spezielle Maßnahmen

  • Versorgung suprapubischer Blasenkatheter (SPDK)
  • Umgang mit PEG-Sonden und Ernährungssonden
  • Verabreichung von Klistieren und Klysmen
  • Stomatherapie, Urostoma- und Nephrostomaversorgung
06

Hygiene, Notfallmanagement und Dokumentation

  • Hygiene und Infektionsschutz im ambulanten Bereich
  • Hautschutz und Händehygiene nach Standard
  • Notfallmaßnahmen und Komplikationszeichen erkennen
  • Pflegedokumentation und Leistungsnachweis führen

Typische Abschlüsse

Trägerinternes Zertifikat

Typische Zielgruppe

Diese Weiterbildung richtet sich an Pflegehilfskräfte mit Basisqualifikation oder einschlägiger Berufserfahrung, die behandlungspflegerische Maßnahmen eigenständig durchführen möchten, an Arbeitssuchende mit Grundkenntnissen in der Pflege sowie an Pflegekräfte in ambulanten Diensten, die ihr Aufgabenspektrum erweitern wollen.

Die konkreten Inhalte und Abschlüsse variieren je nach Bildungsanbieter und Kursdauer. Fordere kostenlos Vergleichsangebote an, um die genauen Lehrpläne zu erhalten.

Fuer wen ist eine Behandlungspflege Weiterbildung geeignet?

6 Berufsgruppen, die von dieser Weiterbildung profitieren

Behandlungspflegekräfte ambulant

Eigenständige Durchführung von Injektionen, Wundversorgung und Medikamentengabe bei Patienten zu Hause

Besonders hoher Bedarf bei ambulanten Pflegediensten mit direktem Gehaltseffekt

Pflegehilfskräfte mit LG2-Qualifikation

Erweitertes Aufgabenspektrum mit Katheter-, Stoma- und Dekubitusversorgung

Vielseitigste Einsetzbarkeit auf dem Pflegemarkt

Fachkräfte für enterale Versorgung

Spezialisierung auf PEG-Sonden, Ernährungssonden und parenterale Ernährung

Nischenqualifikation mit steigender Nachfrage in der Intensivpflege

Wundversorgungsfachkräfte Basisniveau

Versorgung von Dekubiti und einfachen Wunden im ambulanten Pflegealltag

Einstieg in die Wundversorgung mit Aufstiegschance zum Wundexperten ICW

Häufig gestellte Fragen zu Behandlungspflege

Wichtige Informationen zu dieser Weiterbildung

Die Leistungsgruppe 1 (LG1) umfasst einfache behandlungspflegerische Maßnahmen: Blutdruckmessung, Blutzuckerkontrolle, Medikamentengabe (oral, dermal, inhalativ), Kompressionsstrümpfe an- und ausziehen, Augen- und Ohrentropfen sowie einfache Wundversorgung. LG2 erweitert das Spektrum um anspruchsvollere Maßnahmen: subcutane Injektionen (z.B. Insulin), Katheterpflege, Stomapflege, Dekubitusversorgung ab Grad 2, Infusionsvorbereitung und -überwachung und die Versorgung komplexer Wunden.

💡 Tipp: Erwirb nach Möglichkeit gleich die kombinierte LG1/LG2-Qualifikation – damit erschließt du Teilnehmenden das volle Spektrum an Einsatzmöglichkeiten und erzielst das höchste Gehaltsplus.

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