Was ist eine Energetisches Bauen Weiterbildung?

Fakten und Infos zu Energetisches Bauen Weiterbildungen

Energetisches Bauen umfasst die Planung und Realisierung von Gebäuden nach höchsten Energieeffizienzstandards. Die Weiterbildung vermittelt Kenntnisse in Wärmeschutz, Gebäudeenergiegesetz (GEG), Passivhaus-Standard, Energieausweiserstellung und den Einsatz erneuerbarer Energien in der Gebäudetechnik.

Vermittelte Inhalte umfassen Bauphysik und Wärmebrückenberechnung, Gebäudesimulation, Heizlastberechnung nach DIN 12831, Energieberatung nach BAFA-Richtlinien, KfW-Effizienzhausstandards und die Erstellung von Energieausweisen nach GEG. Softwaretools wie Hottgenroth, ENEV-XL und PHPP werden praxisnah vermittelt.

Energieberater und Fachplaner für energetisches Bauen verdienen zwischen 42.000 und 75.000 Euro brutto pro Jahr. Die Nachfrage ist durch die Energiewende und verschärfte gesetzliche Anforderungen an die Gebäudeenergieeffizienz sehr hoch. Energieberater können zusätzlich als Freiberufler mit Stundensätzen von 80 bis 120 Euro arbeiten.

Gehaltsspanne: 42.000 € bis 75.000 € (Durchschnitt: 55.000 €).

Berufsaussichten: sehr gut – Die Energiewende und verschärfte gesetzliche Vorgaben wie das GEG schaffen eine enorme Nachfrage nach Energieberatern und Fachplanern. Der Gebäudesektor ist für rund 35 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Bautechnik oder Gebäudetechnik, Verständnis für Physik und Thermodynamik, Interesse an Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Analytisches Denkvermögen für Berechnungen.

Abschlüsse: Trägerinternes Zertifikat.

Du bist arbeitslos, von Arbeitslosigkeit bedroht oder in Kurzarbeit?

Mit einem Bildungsgutschein ist diese Energetisches Bauen Weiterbildung für Dich komplett kostenlos. Wir finden passende AZAV-zertifizierte Anbieter, die Dir auch bei der Beantragung helfen.

Fakten zu Energetisches Bauen

Orientierungswerte und Infos auf Basis verschiedener Kursangebote

Gehaltsspanne

Einstieg42.000 €
Erfahren75.000 €
Durchschnitt55.000 €

Typische Voraussetzungen

PC/IT-Kenntnisse
Vorerfahrung
Deutsch
Englisch
Ausbildung
Erfahrung
Fachwissen
  • Grundkenntnisse in Bautechnik oder Gebäudetechnik
  • Verständnis für Physik und Thermodynamik
  • Interesse an Nachhaltigkeit und Klimaschutz
  • Analytisches Denkvermögen für Berechnungen

Jobaussichten

Bewertung:sehr gut

Die Energiewende und verschärfte gesetzliche Vorgaben wie das GEG schaffen eine enorme Nachfrage nach Energieberatern und Fachplanern. Der Gebäudesektor ist für rund 35 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich.

Die konkreten Inhalte und Abschlüsse variieren je nach Bildungsanbieter und Kursdauer. Fordere kostenlos Vergleichsangebote an, um die genauen Lehrpläne zu erhalten.

Typische Inhalte einer Energetisches Bauen Weiterbildung

Diese Themen und Merkmale erwarten dich in den meisten Kursen

01

Bauphysik & Wärmeschutz

  • Wärmeübertragung und U-Wert-Berechnung
  • Wärmebrückenberechnung und -vermeidung
  • Luftdichtheit und Blower-Door-Test
  • Feuchteschutz und Taupunktberechnung
02

Gebäudeenergiegesetz (GEG)

  • Gesetzliche Grundlagen und GEG-Anforderungen an Neubauten
  • GEG-Anforderungen im Bestand und Nachrüstpflichten
  • Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien
  • Energieausweis erstellen (Bedarfs- und Verbrauchsausweis)
03

Energiestandards & Zertifizierung

  • KfW-Effizienzhausstandards (KfW 40, 55, 70)
  • Passivhaus-Standard und PHPP-Berechnung
  • Energetische Standards für Neubau und Bestand
  • Wärmedämmung, Dämmsysteme und Wärmedämmverbundsysteme
04

Gebäudetechnik & Erneuerbare Energien

  • Wärmeerzeugungsanlagen und Heizungstechnik
  • Wärmepumpen, Solarthermie und Photovoltaik
  • Lüftungstechnik und Wärmerückgewinnung
  • Heizlastberechnung nach DIN 12831 und Speichersysteme
05

Software & Simulation

  • Hottgenroth Energieberater 18599 und ETU-Planer
  • Wärmebrückenberechnung mit Therm
  • ENVISYS EVEBI und weitere Energieberater-Tools
  • Gebäudesimulation und Verschattungsanalyse
06

Förderprogramme & Beratung

  • KfW- und BAFA-Förderprogramme (BEG)
  • dena-Energieeffizienz-Expertenliste und BAFA-Anforderungen
  • Individuelle Sanierungsfahrpläne (iSFP) erstellen
  • Projektbearbeitung Neubau und Bestand
  • Baubegleitung und Abnahme Anlagentechnik

Typische Abschlüsse

Trägerinternes Zertifikat

Typische Zielgruppe

Diese Weiterbildung richtet sich an Architekt:innen, Bauingenieur:innen und Handwerksmeister:innen, die sich als Energieberater:in qualifizieren möchten, sowie Arbeitssuchende mit Interesse an nachhaltigem Bauen und Klimaschutz.

Die konkreten Inhalte und Abschlüsse variieren je nach Bildungsanbieter und Kursdauer. Fordere kostenlos Vergleichsangebote an, um die genauen Lehrpläne zu erhalten.

Fuer wen ist eine Energetisches Bauen Weiterbildung geeignet?

11 Berufsgruppen, die von dieser Weiterbildung profitieren

Bauingenieure & Architekten

Bauingenieure und Architekten planen, berechnen und überwachen Bauwerke aller Art. Sie sind in Planungsbüros, Bauunternehmen und Behörden tätig.

Weiterbildungen in BIM, Bauprojektmanagement und energetischem Bauen erweitern das Kompetenzprofil und eröffnen Führungspositionen.

Bautechniker & Meister

Bautechniker und Meister übernehmen die technische Leitung auf Baustellen und verbinden praktisches Handwerk mit Planungskompetenz.

Weiterbildungen in Bauleitung, SiGeKo und Baukalkulation qualifizieren für anspruchsvollere Positionen mit mehr Verantwortung und höherem Gehalt.

Quereinsteiger ins Bauwesen

Fachkräfte aus anderen Branchen bringen oft wertvolle Kompetenzen in Organisation, IT oder Projektmanagement mit.

CAD-, BIM- und Bauprojektmanagement-Weiterbildungen ermöglichen den Einstieg in die Baubranche auch ohne baufachliche Vorbildung.

CAD-Konstrukteur:in & Bauzeichner:in

CAD-Konstrukteure und Bauzeichner erstellen normgerechte Bauzeichnungen und 3D-Modelle mit AutoCAD, Allplan und ArchiCAD. Sie bilden das Fundament der Bauplanung in Architektur- und Ingenieurbüros.

Weiterbildungen in BIM und 3D-Modellierung eröffnen den Aufstieg zum BIM-Modellierer oder CAD-Konstrukteur mit deutlich höherem Gehalt.

Häufig gestellte Fragen zu Energetisches Bauen

Wichtige Informationen zu dieser Weiterbildung

Das GEG fasst seit 2020 die bisherige EnEV, das EEWärmeG und das EnEG zusammen. Es legt energetische Anforderungen an Neubauten und Bestandsgebäude fest, regelt die Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien und schreibt die Erstellung von Energieausweisen vor. Seit 2024 gelten verschärfte Anforderungen beim Heizungstausch.

💡 Tipp: Die Qualifikation zum Energieeffizienz-Experten für die Förderprogramme des Bundes (dena-Energieeffizienz-Expertenliste) eröffnet besonders viele berufliche Möglichkeiten.

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