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Was ist eine Industriefachwirt IHK Weiterbildung?
Fakten und Infos zu Industriefachwirt IHK Weiterbildungen
Der Industriefachwirt IHK ist die Aufstiegsfortbildung für kaufmännische Fachkräfte in der produzierenden Industrie. Der Abschluss auf DQR-Stufe 6 qualifiziert für Führungsaufgaben an der Schnittstelle zwischen Technik und Betriebswirtschaft.
Vertieft werden Produktionsprozesse, Materialwirtschaft, Logistik und Qualitätsmanagement, ergänzt durch BWL-Fundamente in Rechnungswesen, Recht und Unternehmensführung. Als Bindeglied zwischen Technik und Management werden Wertschöpfungsketten analysiert sowie Leistungserstellung und Absatzlogistik gesteuert.
Die produzierende Industrie beschäftigt über sechs Millionen Menschen und sucht permanent qualifizierte Führungskräfte. Bei AZAV-Zertifizierung kann die Weiterbildung vollständig über den Bildungsgutschein gefördert werden.
Der Industriefachwirt IHK wird als Präsenzunterricht, Online-Kurs oder Hybrid-Format angeboten und dauert in Vollzeit 4 bis 8 Monate, berufsbegleitend 18 bis 24 Monate. Er endet mit der bundeseinheitlichen IHK-Prüfung. Zielgruppen sind Industriekaufleute, Facharbeiter und Techniker mit Aufstiegsambitionen in Produktionsunternehmen. Der Abschluss ist auf DQR-Niveau 6 (Bachelor-Niveau) eingestuft. AZAV-zertifizierte Lehrgänge sind per Bildungsgutschein bis zu 100 Prozent förderbar, zusätzlich greift das Aufstiegs-BAföG mit bis zu 50 Prozent Zuschuss. Industrieunternehmen fördern diese Qualifikation häufig aktiv und planen Absolventen als mittlere Führungskräfte ein.
Industriefachwirte übernehmen typischerweise Aufgaben als Meister- oder Abteilungsleiter in produzierenden Unternehmen (48.000–65.000 €), als Produktionscontroller (52.000–72.000 €) oder als Referent in Konzern-Fachbereichen (55.000–78.000 €). Der Abschluss auf DQR-Niveau 6 ist besonders gefragt in Maschinenbau, Automotive, Chemie und Elektroindustrie – Branchen, die Fachwirte gezielt als Schnittstelle zwischen Fertigung und Kaufmannswesen ausbilden. Praxisrelevant sind Kenntnisse in Lean Manufacturing, Industrie 4.0, SAP ERP und Shopfloor-Management. Mit dem Industriefachwirt öffnet sich der Weg zum Technischen Betriebswirt IHK (DQR 7) oder zum berufsbegleitenden Ingenieur- bzw. Wirtschaftsstudium ohne Abitur.
Gehaltsspanne: 40.000 € bis 65.000 € (Durchschnitt: 50.000 €).
Berufsaussichten: gut – Hervorragende Karrierechancen in der produzierenden Industrie. Deutschland als Industriestandort bietet langfristig stabile Nachfrage nach qualifizierten Führungskräften.
Voraussetzungen: Kaufmännische oder technische Ausbildung, Berufserfahrung in der Industrie, Interesse an Produktionsprozessen, Analytisches Denkvermögen.
Abschlüsse: IHK-Zertifikat, Trägerinternes Zertifikat.
Du bist arbeitslos, von Arbeitslosigkeit bedroht oder in Kurzarbeit?
Mit einem Bildungsgutschein ist diese Industriefachwirt IHK Weiterbildung für Dich komplett kostenlos. Wir finden passende AZAV-zertifizierte Anbieter, die Dir auch bei der Beantragung helfen.
Fakten zu Industriefachwirt IHK
Orientierungswerte und Infos auf Basis verschiedener Kursangebote
Gehaltsspanne
Typische Voraussetzungen
- Kaufmännische oder technische Ausbildung
- Berufserfahrung in der Industrie
- Interesse an Produktionsprozessen
- Analytisches Denkvermögen
Jobaussichten
Hervorragende Karrierechancen in der produzierenden Industrie. Deutschland als Industriestandort bietet langfristig stabile Nachfrage nach qualifizierten Führungskräften.
Die konkreten Inhalte und Abschlüsse variieren je nach Bildungsanbieter und Kursdauer. Fordere kostenlos Vergleichsangebote an, um die genauen Lehrpläne zu erhalten.
Typische Inhalte einer Industriefachwirt IHK Weiterbildung
Diese Themen und Merkmale erwarten dich in den meisten Kursen
Volks- und Betriebswirtschaft
- Preisbildung, Marktformen und volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
- Konjunktur-, Geld- und Wettbewerbspolitik verstehen
- Betriebliche Funktionsbereiche und Wertschöpfungsketten
- Ziele und Aufbau von Industrieunternehmen
Rechnungswesen, Recht und Steuern
- Finanzbuchhaltung und Bilanzierungsgrundsätze in der Industrie
- Kosten- und Leistungsrechnung: Kalkulation und Abweichungsanalyse
- Vertrags-, Handels- und Arbeitsrecht im Überblick
- Grundzüge der Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer
Finanzwirtschaft im Industrieunternehmen
- Investitionsrechnung: statische und dynamische Verfahren
- Finanzierungsformen und Finanzplanung erstellen
- Kostenstellen- und Investitionscontrolling durchführen
- Finanzwirtschaftliche Kennzahlen und Leverage-Effekt
Produktionsprozesse und Materialwirtschaft
- Produktionsplanung und -steuerung (PPS) in der Industrie
- Beschaffungsprozesse und Bedarfsermittlungsmethoden
- Fertigungsverfahren und Qualitätssicherung in der Produktion
- Supply-Chain-Management und Lagerwirtschaft optimieren
Marketing und Vertrieb in der Industrie
- Marketingplanung und Marketing-Mix für Industrieprodukte
- Vertriebsmanagement und Key-Account-Strategien
- Internationale Geschäftsbeziehungen und interkulturelle Kommunikation
- Rechtliche Aspekte: gewerblicher Rechtsschutz und Wettbewerbsrecht
Wissens- und Transfermanagement
- Betriebliche Organisationsentwicklung und Projektmanagement
- Informations- und Wissensmanagement in Industrieunternehmen
- Moderations- und Präsentationstechniken einsetzen
- Change-Management-Prozesse begleiten und umsetzen
Führung, Zusammenarbeit und IHK-Prüfung
- Mitarbeiterführung, Motivation und Konfliktmanagement
- Planung und Durchführung der Berufsausbildung (AEVO)
- Kommunikation und Kooperation im betrieblichen Umfeld
- IHK-Prüfungsvorbereitung: Situationsaufgaben und Fachgespräch
Typische Abschlüsse
Typische Zielgruppe
Diese Weiterbildung richtet sich an Industriekaufleute, technische Fachkräfte, Arbeitssuchende und Berufserfahrene aus der Industrie, die die IHK-Prüfung zum Industriefachwirt ablegen und branchenübergreifende Managementkompetenz erwerben möchten.
Die konkreten Inhalte und Abschlüsse variieren je nach Bildungsanbieter und Kursdauer. Fordere kostenlos Vergleichsangebote an, um die genauen Lehrpläne zu erhalten.
Weitere Spezialisierungen in BWL-Grundlagen
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Passende Berufe
Berufe, die du mit einer Weiterbildung im Bereich Industriefachwirt IHK erreichen kannst
Immobilienverwalter:in
Verwaltet Immobilien, betreut Mieter und kümmert sich um Instandhaltung.
Sachverständige:r
Erstellt Gutachten und Bewertungen für Immobilien und Versicherungsschäden.
Schweißtechniker:in
Internationale Qualifikation für die Planung und Überwachung von Schweißarbeiten.
Bilanzbuchhalter:in
Erstellt Jahresabschlüsse nach HGB/IFRS: Anlage-, Umlaufvermögen, Rückstellungen, Lageberichte – die zentrale Bilanz-Fachkraft.
Controller:in
Erstellt Reports, analysiert Kennzahlen und unterstützt die Geschäftsführung.
Energieberater:in
Beratet zu Energieeffizienz, energetischer Sanierung und erneurbaren Energien.
Energiemanager:in
Optimiert den Energieverbrauch im Unternehmen und implementiert Energiemanagementsysteme.
Finanzbuchhalter:in
Führt die Finanzbuchhaltung, erstellt Abschlüsse und arbeitet mit DATEV.
Lagerbuchhalter:in
Führt die buchhalterische Erfassung von Lagerbeständen und Warenbewegungen.
Fuer wen ist eine Industriefachwirt IHK Weiterbildung geeignet?
6 Berufsgruppen, die von dieser Weiterbildung profitieren
Industriefachwirt/in IHK
Industriekaufleute, die die IHK-Prüfung zum Industriefachwirt anstreben.
Qualifiziert für die IHK-Prüfung mit Spezialisierung auf industrielle Geschäftsprozesse.
Produktionsleiter/in
Industriefachkräfte, die Produktionsprozesse wirtschaftlich steuern.
Befähigt zur betriebswirtschaftlichen Steuerung von Fertigungsprozessen.
Industriekaufmann/-frau (Karriere)
Quereinsteiger mit Industrieausbildung, die eine Aufstiegsfortbildung suchen.
Eröffnet den Karriereaufstieg in der Industrie mit anerkanntem IHK-Fachwirt-Abschluss.
Supply-Chain-Manager/in
Logistik- und Einkaufsfachkräfte, die industrielle Lieferketten optimieren.
Qualifiziert für die ganzheitliche Steuerung industrieller Wertschöpfungsketten.
Qualitätsmanager/in (Industrie)
QM-Fachkräfte, die Qualitätsprozesse in der Industrie verantworten.
Stärkt die Kompetenz im Qualitätsmanagement mit betriebswirtschaftlicher Perspektive.
Werkscontroller/in
Erfahrene Industriefachkräfte, die Werks- und Produktions-Controlling übernehmen.
Vertieft die industrielle Kostenrechnung und Produktionssteuerung.
Industriefachwirt/in IHK
Industriekaufleute, die die IHK-Prüfung zum Industriefachwirt anstreben.
Qualifiziert für die IHK-Prüfung mit Spezialisierung auf industrielle Geschäftsprozesse.
Produktionsleiter/in
Industriefachkräfte, die Produktionsprozesse wirtschaftlich steuern.
Befähigt zur betriebswirtschaftlichen Steuerung von Fertigungsprozessen.
Industriekaufmann/-frau (Karriere)
Quereinsteiger mit Industrieausbildung, die eine Aufstiegsfortbildung suchen.
Eröffnet den Karriereaufstieg in der Industrie mit anerkanntem IHK-Fachwirt-Abschluss.
Supply-Chain-Manager/in
Logistik- und Einkaufsfachkräfte, die industrielle Lieferketten optimieren.
Qualifiziert für die ganzheitliche Steuerung industrieller Wertschöpfungsketten.
Häufig gestellte Fragen zu Industriefachwirt IHK
Wichtige Informationen zu dieser Weiterbildung
Die Weiterbildung richtet sich an Industriekaufleute, Kaufleute für Büromanagement in Industrieunternehmen und andere kaufmännische Fachkräfte im produzierenden Gewerbe. Voraussetzung ist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung oder eine technische Ausbildung mit zwei Jahren Berufspraxis. Auch Quereinsteiger mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung in der Industrie werden zur Prüfung zugelassen. Besonders profitieren Sachbearbeiter in Einkauf, Logistik, Vertrieb oder Produktion, die Führungsverantwortung übernehmen möchten.
💡 Tipp: Nutze deine technischen Vorkenntnisse strategisch – sie sind ein großer Vorteil bei kaufmännischen Aufgaben in der Industrie.
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