Kostenloser Förderungs-Rechner

Aufstiegs-BAföG-Rechner 2026

Berechne in 30 Sekunden, wie viel Aufstiegs-BAföG du für deine Meister-, Techniker- oder Fachwirt-Fortbildung bekommst — inklusive Zuschuss, KfW-Darlehen, Unterhaltsbeitrag und Meisterbonus pro Bundesland.

Bist du schon länger arbeitslos?

Dann hast du ggfs. Anspruch auf eine zu 100% geförderte Weiterbildung. Am besten du sprichst mit deinem Berater oder stellst uns eine Anfrage.

Tipp: Das Ergebnis erscheint nach Eingabe weiter unten

Fortbildungsart & Dauer

Bei Teilzeit entfällt der Unterhaltsbeitrag — du bist berufstätig und erhältst dein Gehalt.

Mon.

Vollzeit max. 36 Monate, Teilzeit max. 48 Monate

Fortbildungskosten
€

Max. 18.000 € förderfähig — 75% Zuschuss, 25% KfW-Darlehen

€

Max. 2.000 € förderfähig — 50% Zuschuss, 50% Darlehen

€

Max. 4.000 € förderfähig — 50% Zuschuss, 50% Darlehen

Familienstand(nur Vollzeit relevant)
Kind(er)

Kinder-Zuschläge gibt es nur in Vollzeit-Fortbildung

Meisterbonus (Bundesland)

Einmalzahlung nach bestandener Meisterprüfung. Muss separat bei der Kammer beantragt werden.

Deine Förderung

Zuschuss (musst du NICHT zurückzahlen)

6.400 €

insgesamt über die gesamte Fortbildung

Zuschuss-Aufschlüsselung

Lehrgangskosten (75%)6.000 €
Prüfungsgebühren (50%)400 €
Gesamt Zuschuss6.400 €

Optionales KfW-Darlehen

Darlehen brutto2.400 €
Erlass bei Bestehen (60%)- 1.440 €
Effektive Rückzahlung960 €

Dein Eigenanteil

Nach Zuschuss, Darlehen & Erlass (bestandene Prüfung angenommen)

3.360 €

Hinweis: Dieser Rechner liefert eine unverbindliche Orientierung basierend auf den Standardsätzen des AFBG 2026. Die tatsächliche Förderung hängt von deiner individuellen Situation ab (Einkommen bei Unterhalt, exakte Stundenzahlen, besondere Härtefälle). Verbindliche Auskunft erhältst du beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung oder unter aufstiegs-bafoeg.de.

So rechnet der Aufstiegs-BAföG-Rechner

Grundlage sind die offiziellen Pauschalsätze nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) Stand 2026. Der Rechner berücksichtigt die drei Kostenbereiche (Lehrgang/Prüfung/Meisterstück), den Vollzeit-Unterhaltsbeitrag mit Partner- und Kinderzuschlägen, den Kinderbetreuungszuschuss sowie den Meisterbonus deines Bundeslandes. Einkommensanrechnungen beim Unterhaltsbeitrag sind nicht abgebildet — der tatsächliche Betrag kann bei hohem eigenen oder Partner-Einkommen niedriger ausfallen.

So berechnet sich das Aufstiegs-BAföG

Das Aufstiegs-BAföG setzt sich aus bis zu drei Förderblöcken zusammen. Der Rechner addiert sie automatisch und zieht den 60%-Darlehenserlass bei bestandener Prüfung ab — so bekommst du deinen echten Eigenanteil.

Die drei Berechnungsblöcke im Detail:

1

Kostenförderung (immer)

Lehrgang bis 18.000 € × 75% + Prüfung bis 2.000 € × 50% + Meisterstück bis 4.000 € × 50% = maximal 15.500 € Zuschuss. Der Rest läuft als KfW-Darlehen.

2

Unterhaltsbeitrag (nur Vollzeit)

963 € Grundbetrag + 235 € Ehepartner-Zuschlag + 262 € pro Kind + 150 € Kinderbetreuung pro Kind unter 14, alles pro Monat, für die gesamte Fortbildungsdauer. 100% Zuschuss — keine Rückzahlung.

3

Meisterbonus (einmalig, bundeslandabhängig)

Nach bestandener Prüfung 1.000 € bis 3.000 € Einmalzahlung — separat bei der HWK oder IHK zu beantragen. 100% Zuschuss zusätzlich zum AFBG.

Darlehenserlass: Nach bestandener Abschlussprüfung werden automatisch 60% des Darlehensanteils erlassen. Bei einem Darlehen von 4.500 € bedeutet das: Du zahlst nur 1.800 € zurück — 2.700 € werden dir geschenkt.

3 konkrete Rechenbeispiele

Drei typische Aufstiegsfortbildungen — komplett durchgerechnet mit den Pauschalsätzen 2026. So siehst du, wie aus scheinbar hohen Fortbildungskosten am Ende nur ein Bruchteil echter Eigenanteil wird.

Beispiel 1: Industriemeister Metall — Teilzeit, NRW

Ausgangslage

  • Dauer: 24 Monate Teilzeit
  • Lehrgangskosten: 5.500 €
  • Prüfungsgebühren: 800 €
  • Meisterstück: keins
  • Bundesland: NRW (2.500 € Meisterbonus)

Zuschuss

  • Lehrgang 75%: 4.125 €
  • Prüfung 50%: 400 €
  • Meisterbonus NRW: 2.500 €
  • Zuschuss gesamt: 7.025 €

Darlehen & Eigenanteil

Darlehen brutto: 1.775 €
Nach 60% Erlass: 710 €
Gesamtkosten: 6.300 €

Dein Eigenanteil nach bestandener Prüfung:

0 € netto

Der Meisterbonus gleicht Kosten + Darlehen voll aus — am Ende hast du sogar einen Überschuss von 15 €.

Beispiel 2: Handwerksmeister Kfz — Vollzeit, Bayern, 1 Kind

Ausgangslage

  • Dauer: 12 Monate Vollzeit
  • Alleinstehend, 1 Kind (4 Jahre)
  • Lehrgangskosten: 8.000 €
  • Prüfungsgebühren: 1.200 €
  • Meisterstück: 2.500 €
  • Bundesland: Bayern (3.000 € Meisterbonus)

Zuschuss

  • Lehrgang 75%: 6.000 €
  • Prüfung 50%: 600 €
  • Meisterstück 50%: 1.250 €
  • Unterhalt (1.225 €×12): 14.700 €
  • Kinderbetreuung (150×12): 1.800 €
  • Meisterbonus Bayern: 3.000 €
  • Zuschuss gesamt: 27.350 €

Darlehen & Eigenanteil

Darlehen brutto: 3.850 €
Nach 60% Erlass: 1.540 €
Gesamtkosten: 11.700 €

Dein Eigenanteil nach bestandener Prüfung:

2.390 €

Plus 16.500 € Unterhalt- und Betreuungszuschuss zum Lebensunterhalt während der Fortbildung (100% Zuschuss).

Beispiel 3: Geprüfter Fachwirt — Teilzeit, Baden-Württemberg

Ausgangslage

  • Dauer: 18 Monate Teilzeit
  • Lehrgangskosten: 4.500 €
  • Prüfungsgebühren: 650 €
  • Meisterstück: keins
  • Bundesland: BW (1.500 € Bonus, falls anerkannt)

Zuschuss

  • Lehrgang 75%: 3.375 €
  • Prüfung 50%: 325 €
  • Meisterbonus BW: 1.500 €
  • Zuschuss gesamt: 5.200 €

Darlehen & Eigenanteil

Darlehen brutto: 1.450 €
Nach 60% Erlass: 580 €
Gesamtkosten: 5.150 €

Dein Eigenanteil nach bestandener Prüfung:

530 €

Bei ursprünglichen 5.150 € Fortbildungskosten — rund 90% werden durch die Förderung abgedeckt.

Hinweis zum Meisterbonus

Nicht alle Bundesländer gewähren den Meisterbonus für alle Aufstiegsfortbildungen — teilweise nur für Handwerksmeister, teilweise auch für Techniker und Fachwirte. Prüfe die genauen Bedingungen bei deiner zuständigen Kammer (HWK, IHK).

Soll deine Aufstiegsfortbildung mit AFBG gefördert werden?

Das Aufstiegs-BAföG fördert Meister-, Techniker- und Fachwirt-Kurse mit bis zu 75% Zuschuss. Wir prüfen kostenlos, welche Bildungsträger in deiner Nähe passen.

KfW-Darlehen & 60%-Erlass: Wann sich das Darlehen lohnt

Das Darlehen ist optional — niemand zwingt dich, es aufzunehmen. Aber die Konditionen sind so günstig, dass sich die Mitnahme fast immer rechnet: während der Fortbildung zinsfrei, danach niedrig verzinst, und bei bestandener Prüfung werden 60% erlassen.

Was du beim Darlehen bekommst
  • 0% Zinsen während der Fortbildung und während der Karenzzeit (bis zu 6 Jahre gesamt)
  • Danach günstiger Zinssatz (orientiert am EZB-Leitzins)
  • Rückzahlung über bis zu 10 Jahre — mindestens 128 € monatlich
  • Keine Bonitätsprüfung — der Anspruch ist gesetzlich
  • Sondertilgungen jederzeit kostenlos möglich
Der 60%-Erlass: wie er funktioniert

Sobald du die Abschlussprüfung bestehst, schickst du den Prüfungsnachweis an die KfW. Innerhalb weniger Wochen werden 60% deines Darlehens automatisch gestrichen. Aus 4.500 € Darlehen werden also 1.800 € effektive Rückzahlung.

Wichtig: Nur der Lehrgangs- und Prüfungsdarlehensanteil wird erlassen — nicht der Unterhaltsbeitrag (der ist ohnehin voller Zuschuss). Also nur die Kostenförderung, nicht der Lebensunterhalt.

Existenzgründer-Bonus: weitere 66%

Wer innerhalb von 3 Jahren nach der Prüfung ein eigenes Unternehmen gründet und dort mindestens eine sozialversicherungs­pflichtige Stelle schafft, bekommt weitere 66% des verbleibenden Darlehens erlassen. In Kombination mit den 60% bleiben dann nur noch ~14% der ursprünglichen Darlehenssumme übrig.

Was der Rechner nicht abbildet

Der Rechner arbeitet mit Pauschalsätzen und gibt eine sehr gute Orientierung. In folgenden Fällen kann die tatsächliche Förderung vom berechneten Wert abweichen:

Einkommensanrechnung beim Unterhaltsbeitrag

Der Unterhaltsbeitrag bei Vollzeit wird teilweise auf eigenes Einkommen, Partner-Einkommen und (je nach Alter) Elterneinkommen angerechnet. Der Rechner zeigt den Maximalbetrag — bei hohem anrechenbaren Einkommen kann er sich deutlich reduzieren oder ganz entfallen.

Vermögensprüfung

Eigenes Vermögen über dem Freibetrag (aktuell 45.000 € bei Erwachsenen, zusätzlich 2.300 € pro Kind) wird angerechnet. Für die reine Kostenförderung (Lehrgang/Prüfung) spielt Vermögen keine Rolle — nur beim Unterhaltsbeitrag.

Besondere Fortbildungsarten

Für einige spezielle Aufstiegsfortbildungen (z.B. Pflegedienst-Leitung, Erzieher-Aufstiegsfortbildungen) gelten abweichende Regelungen. Der Rechner basiert auf der Standardregelung für Meister-, Techniker- und Fachwirt-Fortbildungen.

Bundesland-Besonderheiten beim Meisterbonus

Die Bedingungen des Meisterbonus unterscheiden sich je Bundesland: teilweise nur für Handwerksmeister, teilweise mit Altersgrenzen, teilweise mit Wohnsitz-Nachweis. Der Rechner zeigt den maximalen Bonus — die Kammer prüft die Anspruchsvoraussetzungen.

Härtefall-Regelungen

Bei besonderen Lebenssituationen (Pflege von Angehörigen, Behinderung, Schwangerschaft während der Fortbildung) kann es zusätzliche Förderungen oder Verlängerungen geben, die der Rechner nicht abbildet.

Unterjährige Anpassungen der Pauschalen

Die Pauschalsätze können gesetzlich angepasst werden (zuletzt zum 01.08.2024 deutlich erhöht). Der Rechner wird dann aktualisiert — verbindlich ist aber immer der Bescheid des Amts für Ausbildungsförderung.

Häufige Fehler bei der AFBG-Antragstellung

Selbst bei korrekt berechnetem Förderanspruch kann der Antrag scheitern — oft an vermeidbaren Formfehlern. Die häufigsten Stolperfallen:

Fehler: Antrag erst nach Kursbeginn stellen

Der Antrag muss vor dem Maßnahmebeginn gestellt werden, sonst entfällt rückwirkend der Anspruch auf Unterhalt. Die Kostenförderung ist auch nachträglich möglich, aber mit spürbaren Einbußen.

Fehler: Förderbescheinigung des Bildungsträgers fehlt

Der Kursanbieter muss eine offizielle AFBG-Förderbescheinigung ausstellen (Formblatt Z). Ohne dieses Formular prüft das Amt nicht — also direkt beim Erstgespräch anfordern.

Fehler: Falsches Amt gewählt

Zuständig ist das Amt für Ausbildungsförderung deines Wohnsitzes, nicht das des Kursortes. In manchen Bundesländern gibt es zentrale AFBG-Stellen — checke bafoeg.bmbf.de für dein Bundesland.

Fehler: Meisterbonus nicht extra beantragt

Der Meisterbonus läuft NICHT über das BAföG-Amt, sondern über die HWK oder IHK. Nach bestandener Prüfung musst du ihn dort separat beantragen — sonst verfällt der Anspruch nach 1–2 Jahren.

Fehler: Kursmodule einzeln statt als Gesamtmaßnahme anmelden

Wenn die Fortbildung aus mehreren Modulen besteht (z.B. Fachtheorie + Fachpraxis + AdA), müssen sie im Antrag als eine zusammenhängende Maßnahme deklariert werden. Sonst wird jedes Modul einzeln geprüft — oft mit geringerer Förderung.

Fehler: Änderungen nicht melden

Umzug, neuer Familienstand, Kursabbruch, Wechsel zwischen Vollzeit/Teilzeit — jede Änderung muss innerhalb von 14 Tagen gemeldet werden. Sonst drohen Rückforderungen mit Verzugszinsen.

Noch unschlüssig zwischen Meister, Techniker und Fachwirt?

Wir beraten dich kostenlos und finden Bildungsträger mit AFBG-Förderbescheinigung, die zu deinem Ziel, Zeitbudget und Bundesland passen.

Häufig gestellte Fragen zum Aufstiegs-BAföG-Rechner

Antworten zur Berechnung, den Grenzwerten und dem Meisterbonus

Die Förderung besteht aus mehreren Komponenten: 75% Zuschuss + 25% KfW-Darlehen auf die Lehrgangskosten (bis 18.000 €), je 50% Zuschuss und Darlehen auf Prüfungsgebühren (bis 2.000 €) und Meisterstück-Materialkosten (bis 4.000 €). Bei Vollzeit kommt ein monatlicher Unterhaltsbeitrag hinzu — 963 € für Alleinstehende, plus Zuschläge für Partner (235 €) und Kinder (262 €/Kind). Zusätzlich 150 € monatlich Kinderbetreuung pro Kind unter 14. Nach bestandener Prüfung werden 60% des Darlehensanteils erlassen.

Passende Aufstiegsfortbildung finden

Finde Meister-, Techniker- oder Fachwirt-Kurse, die mit Aufstiegs-BAföG gefördert werden — direkt bei einem zertifizierten Bildungsträger in deiner Nähe.