Digitalisierungsbeauftragte:r Behörde – Verwaltungsfachkräfte im Besprechungsraum
Büro & Verwaltung

Digitalisierungsbeauftragte:r Behörde werden durch Weiterbildung

Treibt die Verwaltungsdigitalisierung voran: OZG-Umsetzung, E-Akte, Fachverfahren, Change-Management im öffentlichen Dienst.

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Das Berufsbild Digitalisierungsbeauftragte:r Behörde

Digitalisierungsbeauftragte in Behörden sind die Schlüsselfiguren der Verwaltungsreform: Sie setzen das Onlinezugangsgesetz (OZG) um, digitalisieren Verwaltungsverfahren, führen E-Akten ein und begleiten Mitarbeitende durch den Kulturwandel. Der Beruf verbindet IT, Verwaltungswissen und Change-Management.

Tagesgeschäft: Abstimmung mit Fachämtern zu digitalen Prozessen, Anforderungen an IT-Dienstleister, Roll-out von Fachverfahren und E-Akte-Systemen. Schulung und Kommunikation sind ebenso wichtig wie Projektsteuerung. Enge Zusammenarbeit mit IT-Sicherheit und Datenschutz.

Ein typischer Arbeitstag

9:00 Projekt-Stand-up: Welche OZG-Leistung ist wann fertig? 10:30 Workshop mit Fachabteilung: Prozess-Analyse für digitale Umsetzung. 13:00 Abstimmung mit IT-Dienstleister (Dataport o. ä.). 15:00 Change-Kommunikation: Schulungs-Konzept für Mitarbeiter. 17:00 Quartals-Report für Amtsleitung.

Typische Aufgaben im Arbeitsalltag

1

OZG-Umsetzung

Leistungen nach Onlinezugangsgesetz digitalisieren, EfA-Prinzip nutzen (Einer für Alle).

2

E-Akte-Einführung

Fachverfahren, Schulungen, Change-Management, Zusammenarbeit mit Personalrat.

3

Prozess-Redesign

BPMN-Modellierung, Vereinfachung, Medienbruch-Elimination, User-Experience-Fokus.

4

IT-Koordination

Externe Dienstleister (Dataport, Komm.ONE), Ausschreibungen, SLAs prüfen.

5

Kommunikation & Schulung

Mitarbeiter mitnehmen, Widerstände verstehen, Dokumentation und Training.

Kompetenzen & Fähigkeiten

Fachliche Kompetenzen

OZG und SDGBPMN / ProzessmodellierungE-Government-Standards (XÖV, FIM)IT-Sicherheit (BSI-Grundschutz)Datenschutz (DSGVO, BDSG)Change-Management

Persönliche Stärken

Strategisches DenkenKommunikationsstärkeDurchhaltevermögenModerationsfähigkeitEmpathie für Mitarbeitende

Welche Voraussetzungen brauchst du?

Verwaltungsausbildung (mittlerer/gehobener Dienst) oder IT-affine kaufmännische Ausbildung
Projektmanagement-Erfahrung
IT-Grundverständnis
Kommunikationsstärke

Dein Weg zum/zur Digitalisierungsbeauftragte:r Behörde

Meist Kombination aus Verwaltungsausbildung + Weiterbildung E-Government oder Digitalisierungsmanagement. Universitäten wie HföD Bayern oder HSOG Münster bieten entsprechende Module.

Dauer

6–18 Monate (berufsbegleitend)

Abschluss

Zertifikat E-Government-Manager / Digitalisierungsmanager:in öff. Dienst

Förderung

QCG, Aufstiegs-BAföG, Arbeitgeberfinanzierung

Gehalt als Digitalisierungsbeauftragte:r Behörde

Einstiegsgehalt
3.500–4.300 € brutto/Monat (TVöD E10/E11)
Mit Berufserfahrung
4.500–6.000 € brutto/Monat (TVöD E12/E13)

In Ministerien und Landesbehörden oft E13 möglich. Kommunal i. d. R. E10/E11 als Einstieg.

Karrierepfad & Perspektiven

1

Digitalisierungsbeauftragte:r

Operative Projektumsetzung, Schnittstelle zur IT.

2

CDO / Referatsleitung Digitales

Strategische Digitalisierung, Budget- und Personalverantwortung.

3

Beratung / Unternehmensberatung öffentlicher Sektor

Wechsel in Consulting (PwC, BCG, PD Beratung) mit deutlich höheren Gehältern.

Exzellent. OZG-Fristen und Verwaltungsmodernisierung treiben Nachfrage massiv. Wer Beratungserfahrung in Behörden mitbringt, gehört zu den gesuchtesten Fachkräften.

Trends & Zukunftsaussichten

OZG 2.0, AI Act, datenbasierte Verwaltung und EfA-Prinzip (Einer für Alle) treiben die Entwicklung. Immer mehr Kommunen besetzen Digitalisierungs-Stellen.

Arbeitsorte & Branchen

Typische Arbeitsorte

Städte und Gemeinden
Landesministerien und -ämter
Bundesbehörden
IT-Dienstleister öff. Sektor (Dataport, Komm.ONE)
Beratungen mit Public-Sector-Fokus

Typische Branchen

Kommunalverwaltung
Landesverwaltung
Bundesverwaltung
Beratung
IT-Dienstleister

Häufig gestellte Fragen zum Beruf Digitalisierungsbeauftragte:r Behörde

Alles, was du über diesen Karriereweg wissen solltest

Nein. IT-Verständnis ist wichtig, aber nicht Entwicklerkenntnisse. Du arbeitest als Brücke zwischen Fachabteilung und IT-Dienstleister.

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