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Der „Konzern Kommune“ ist selbst für Finanzprofis eine echte Herausforderung. Hier gibt es viele spezifische Anforderungen zu berücksichtigen. Inklusive der komplexen betriebswirtschaftlichen und verwaltungswissenschaftlichen Steuerungsaufgaben. Mit Deiner Weiterbildung Finanzmanagement in der öffentlichen Verwaltung hast Du die Finanzen von Behörden, Ämtern und Kommunen im Griff.
Zuerst machst Du Dich fit für das Finanzmanagement und Controlling im öffentlichen Sektor. Dazu behandelst Du sowohl betriebswirtschaftliche als auch rechtliche Aspekte. Vor allem das staatliche Finanz- und Beteiligungsmanagement wird explizit betrachtet. Nach Deinem Abschluss bist Du bereit für nationale und internationale Ansätze im Management und Controlling. Rechnungslegung im öffentlichen Sektor sowie internationale Reformentwicklungen (IPSAS bzw. EPSAS) sind ebenfalls eines der vielen Spezialthemen. Anhand anschaulicher Beispiele erhältst Du einen Einblick in die Praxis des Fördermittelmanagements und der Kohäsionspolitik. Weiter geht’s mit dem Beschaffungswesen und internationalen Ausschreibungen. Dazu lernst Du die unterschiedlichen Vergabearten und Möglichkeiten der kooperativen Vergabegestaltung kennen. In Deiner abschließenden Hausarbeit beschäftigst Du Dich mit Wirtschaftsethik und Corporate Governance.
Der Kurs behandelt sowohl rechtliche als auch betriebswirtschaftliche Aspekte der Umsetzung einer betriebswirtschaftlichen Steuerung öffentlicher Verwaltungen auf unterschiedlichen Ebenen. Insbesondere das Beteiligungsmanagement in Bund, Land und in den Kommunen wird explizit betrachtet. Die Studierenden sollen dazu Daten auswerten, Ergebnisse zu den jeweiligen Problemen kritisch reflektieren und bewerten können. Ziel ist eine effiziente Steuerung von Beteiligungen der öffentlichen Verwaltung inklusive einer Reflexion der Methodenwahl in spezifischen Entscheidungssituationen, orientiert an privatwirtschaftlichen Unternehmen. Nach Abschluss des Kurses sind die Studierenden in der Lage, nationale und internationale Ansätze zum Management und Controlling im „Konzern Kommune“ zu beschreiben und wissenschaftlich zu analysieren. Eigene operative Finanzentscheidungen und Konzepte können entwickelt und in die Praxis umgesetzt werden. Die Studierenden haben die Kompetenz erworben, komplexe betriebswirtschaftliche und verwaltungswissenschaftliche Steuerungsaufgaben einer Behörde zu erfassen und erfolgreich zu bearbeiten.
Kursinhalte
Fakten zum Modul: Niveau: Master · Unterrichtssprache: Deutsch · 5 ECTS-Punkte · Modulprüfung: Examen, 90 Minuten
In diesem Kurs wird ein eigenes Projekt bearbeitet, in dem die Studierenden die relevanten Methoden der Fördermittelidentifikation, -akquise und -beantragung selbst ausprobieren und anwenden. Die Kohäsionspolitik als europäische Politik zum Ausgleich der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsunterschiede stellt neben der Agrarpolitik immer noch einen der beiden bedeutendsten Ausgabenposten im Haushalt der EU dar. Anhand von aktuellen Herausforderungen des europäischen Zusammenhalts werden Kohäsions-, Entwicklungs- und Wettbewerbsziele problemorientiert analysiert. Eventuelle Fragestellungen und Probleme im Bereich Wirtschafts- und Sozialpolitik, Forschung und Technologie und nachhaltige Entwicklung sollen am Beispiel eines ausgewählten Politikfeldes (z.B. gemeinsame Agrarpolitik) diskutiert werden.
In ihrem Beispiel-Projekt durchlaufen die Studierenden alle praxisrelevanten Phasen und Funktionsweisen europäischer Aktionsprogramme inklusive Arten der Co-Finanzierung mit der Zielsetzung, aktiv Förderbedarfe und -potentiale praxisorientiert zu unterstützen. Dabei sollen Instrumente zur Ermittlung von (regionalen) Ist-Situationen und Förderbedarfen (wie z.B. SWOT-Analyse, RADAR-Chart-Technik) angewandt werden. Um später in der beruflichen Praxis professionell agieren zu können, soll eine Auseinandersetzung mit der Funktion, Rolle und den Aufgaben der öffentlichen Verwaltung bei der Umsetzung europäischer Kohäsionspolitiken erfolgen.
Kursinhalte
Anhand eines eigenen Beispielprojektes wenden die Studierenden das Erlernte über Implikationen der europäischen Förderung sowie Rechtsgrundlagen und Charakteristika europäischer Förderprogramme an und setzen dies unmittelbar um. Ihr Wissen bzgl. Kohäsionspolitiken im Bereich Wirtschafts- und Sozialpolitik, Forschung und Technologie sowie nachhaltige Entwicklung vertiefen die Lernenden im Rahmen der praktischen Projektarbeit. So werden sie für Problemstellungen, die in der (späteren) Berufspraxis auftreten, sensibilisiert und erarbeiten selbstständig Lösungen zu Politikinnovation, Bildung von Sozialkapital und Stellenwert der Kohäsionspolitik für das europäische Gesellschafts- und Sozialmodell. Besondere Bedeutung hat die Anwendung von Instrumenten zur Analyse der Angemessenheit und Qualität von Förderprojekten (ZIPP). Die Projektarbeit erfolgt stets unter der Prämisse, ethische Fragestellungen nicht aus dem Blick zu verlieren und von der Zielsetzung ausgehend, Methoden des Programmmanagements, wie Maßnahme- und Finanzabwicklung, Kontrollen und Sanktionen, Einführung in die Systeme der Begleitung und Bewertung einzuordnen und anzuwenden. Die Studierenden können die verschiedenen Aspekte von Zusammenarbeitsprojekten einschätzen, eigene Vorschläge entwickeln und in die kommunale Praxis implementieren.
Fakten zum Modul: Niveau: Master · Unterrichtssprache: Deutsch · 5 ECTS-Punkte · Modulprüfung: Projektbericht
Im Mittelpunkt dieses Kurses steht ein eigenes Projekt, in dem die Studierenden die Vergabe von Aufträgen der öffentlichen Hand selbst ausprobieren und anwenden können. Anhand eigens gestalteter zuwendungsrechtlicher Verwaltungsverfahren wird praxisorientiert und praxisrelevant das Vergaberecht (EU-rechtliche Vorgaben des Vergaberechts und nationale, unterschwellige Verfahren) simuliert. Anhand unterschiedlicher Phasen von der Erstellung des Lasten-/Pflichtenheftes und weiterer Ausschreibungsunterlagen bis hin zur Wahl des Submissionsmodells sollen Inhalte analysiert werden. Eventuelle Fragestellungen und Probleme, die bei verschiedenen Vergabearten aufkommen können, können anhand des europäischen und nationalen Regelwerks für die Gewährung von Zuwendungen sowie deren ökonomische Bestimmungsfaktoren thematisiert werden. Wichtige obligatorische Elemente wie Rechtsschutz und Rechnungsprüfung sowie fakultative Maßnahmen der Privatisierung und Rekommunalisierung dürfen hier nicht fehlen. In ihrem Beispiel-Projekt durchlaufen die Studierenden alle praxisrelevanten Phasen des Vergaberechts und Auswirkungen des EU-Rechts auf nationale und kommunale Praxis mit der Zielsetzung, künftig auf Inhalte der Verfahrensabwicklung durch strukturiertes Rekapitulieren des hier vermittelten Lernstoffs Rückbezug nehmen zu können. Um später im Ernstfall professionell unter Rückgriff von Transferwissen agieren zu können, soll in jeder Phase mit aktuellen Recherchewerkzeugen gearbeitet werden.
Kursinhalte
Anhand berufspraktischer Fallkonstellationen erhalten die Studierenden einen Einblick in die Praxis der Voraussetzungen für ein Vergabeverfahren wie Beschaffungsorganisation, Beschaffungsplanung und Bedarfsermittlung. Der Fokus wird dabei auf die Strategien und Methoden der Gestaltung von Vergabeverfahren durch vertragsrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten und ihre wirtschaftliche Bewertung in der öffentlichen Verwaltung gelegt. Anhand eines eigenen Beispielprojektes lernen die Studierenden, rechtliche Vorgaben für das Vergabeverfahren anzuwenden und bestehende Gestaltungsspielräume aus wirtschaftlicher Sicht umzusetzen. So werden sie für Problemstellungen bei der Abwicklung von Beschaffungen, insbesondere bei nicht ordnungsgemäßer Leistung durch den Auftragnehmer, die in der (späteren) Berufspraxis auftreten, sensibilisiert. Sie kennen Fallstricke der Durchsetzung von Rechten im Streitfall (z. B. Zivilprozess, Zwangsvollstreckung, Insolvenz) und erarbeiten selbstständig Lösungen. Operative Ablaufoptimierungen, z. B. Vergaberechtsprechungen bei Vergaben in interkommunaler Zusammenarbeit, können ebenfalls thematisiert werden. Auch eine Rechnungsprüfung des Bundesrechnungshofs soll begleitet werden können. Die Projektarbeit erfolgt stets unter der Prämisse, Methoden zur Bewertung des ermittelten Ist-Zustands zu wählen und kreative und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Fakten zum Modul: Niveau: Master · Unterrichtssprache: Deutsch · 5 ECTS-Punkte · Modulprüfung: Projektbericht
Im Rahmen des Kurses „Wirtschaftsethik und Corporate Governance“ erstellen die Studierenden auf der Basis vorgegebener Themenvorschläge eine Hausarbeit, in der sie anhand eines Beispiels aus der Wirtschaftspraxis und wissenschaftlich fundiert die Beziehung zwischen Wirtschaftsethik und Corporate Governance aufzeigen. Die Studierenden zeigen dabei die Fähigkeit, sich eigenständig in die Thematik einzuarbeiten, wissenschaftliche Theorie und unternehmerische Praxis zu verknüpfen und ihre gewonnenen Erkenntnisse strukturiert zu dokumentieren und zu präsentieren.
Kursinhalte
Fakten zum Modul: Niveau: Master · Unterrichtssprache: Deutsch · 5 ECTS-Punkte · Modulprüfung: Hausarbeit
Zulassungsvoraussetzung: gute Deutschkenntnisse auf B2-Niveau.
Die Weiterbildung ist auf dem inhaltlichen Niveau eines Master Studiengangs. Eine Weiterbildung auf Master-Niveau ist anspruchsvoller als auf Bachelor-Niveau. Vorhandenes Grundlagenwissen im gewählten Fachbereich ist deshalb von Vorteil.
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